Ausbildung zum Ladekranführer

Schulungsinhalt:
Aufgaben und Pflichten des Kranführers — was der Betrieb mit der Beauftragung überträgt und wofür der Bediener am Ladekran geradesteht.
Aufbau und Besonderheiten von Lkw-Ladekranen — was den Ladekran vom Hallenkran unterscheidet: bewegliches Fahrzeug, wechselnder Untergrund, variable Ausladung.
Kranaufbau — die Baugruppen und ihre Funktion, von der Knickarmgeometrie über die Steuerung bis zu den Sicherheitseinrichtungen.
Abstützung und Standsicherheit — Untergrund beurteilen, die Abstützbasis richtig setzen und einschätzen, wie die Tragfähigkeit mit wachsender Ausladung sinkt.
Lkw-Kranbetrieb in der Praxis — anschlagen, heben, verfahren und absetzen vom Fahrzeug aus, mit Blick auf Verkehr und Umfeld an der Einsatzstelle.
Anschlagmittel — Arten, Aufbau, Auswahl und richtiger Einsatz: Seile, Ketten und Rundschlingen, jedes mit eigener Tragfähigkeit und eigenen Grenzen.
Prüfung von Kranen und Anschlagmitteln — was Sie vor dem Einsatz kontrollieren und woran Sie erkennen, dass ein Anschlagmittel ausgemustert gehört.
Schriftliche Prüfung — am Ende des Lehrgangstags, danach Urkunde und Kranschein für Ihre Unterlagen.
Schulungsort:
Schulungscenter F.-O.-Schimmel-Straße 4, 09120 Chemnitz
nach Absprache auch bei Ihnen vor Ort
Kosten pro Teilnehmer:
255,00 € zzgl. MwSt.
Ablauf
- 1
Anmelden
Termin wählen, Teilnehmer melden. Mit geeignetem Fahrzeug auch bei Ihnen vor Ort.
- 2
Vormittag: Theorie
Aufbau des Ladekrans, Physik, Anschlagmittel und Rechtslage.
- 3
Nachmittag: Praxis
Ladekranbetrieb am Fahrzeug. Jeder Teilnehmer bedient selbst.
- 4
Urkunde und Kranschein
Nach bestandener schriftlicher Prüfung.
Informationen für Teilnehmer
Teilnehmen kann, wer mindestens 18 Jahre alt ist. Jugendliche ab 16 dürfen im Rahmen ihrer Berufsausbildung mitmachen, wenn sie dabei beaufsichtigt werden — geregelt in DGUV Vorschrift 68.
Sicherheitsschuhe sind für den praktischen Teil vorgeschrieben. Wetterfeste Kleidung empfehlen wir dazu.
Kein Ladekran ist wie der andere: Knickarm oder Teleskop, Funkfernsteuerung oder Standplatzsteuerung. Sagen Sie uns bei der Anmeldung, welcher Kran bei Ihnen im Einsatz ist — dann richten wir den praktischen Teil danach aus. Anschlagmittel gehören fest zur Ausbildung: welche Arten es gibt, wie sie aufgebaut sind, wie sie eingesetzt und geprüft werden. Wenn Sie eigene Ketten, Gurte oder Seile im Betrieb haben, bringen Sie sie mit.
Die Ausbildung findet auf Deutsch statt, Sie sollten die Inhalte lesen und verstehen können. Die schriftliche Prüfung bieten wir zusätzlich auf Englisch und Tschechisch an — sagen Sie uns das bei der Anmeldung, dann legen wir die Unterlagen bereit.
Eine Anmeldung vorab ist Pflicht, spontan dazukommen geht nicht. Wir brauchen Ihre Daten rechtzeitig für Urkunde und Fahrausweis; kurzfristige Plätze klären Sie am besten telefonisch.
Der Lehrgang läuft von 8:00 bis etwa 17:00 Uhr, Pausen inklusive. Wann genau Schluss ist, hängt von der Gruppengröße ab.
Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht, kann nicht teilnehmen. Das gilt auch für Medikamente, die die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen: im Zweifel vorher kurz mit dem Arzt sprechen.
Jährliche Unterweisung
Der Kranschein läuft nicht ab, die Unterweisungspflicht besteht trotzdem weiter. Nach § 4 DGUV Vorschrift 1 muss jeder Kranführer mindestens einmal jährlich unterwiesen werden. Das übernehmen wir — in unserer Schulungsstätte oder direkt bei Ihnen im Betrieb, an einem Termin für alle Fahrer.
Häufige Fragen
Nein. Der Führerschein erlaubt das Fahren, nicht das Kranen. DGUV Vorschrift 52 „Krane" verlangt, dass Krane nur von Personen geführt werden, die dafür ausgebildet und geeignet sind und vom Unternehmer schriftlich beauftragt wurden. Wie Ausbildung und Befähigungsnachweis aussehen, beschreibt DGUV Grundsatz 309-003.
